am Strand zelten
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27. Oktober: Am Strand zelten-wieder nur mehr zu zweit unterwegs

Fast hätten wir uns an eine Reise zu dritt gewöhnen können, doch leider kommt jede schöne Erfahrung irgendwann zu ihrem Ende. Genau das ist heute der Fall: Mäggie muss zurück nach Wien; die Arbeit ruft.

Als wir uns von ihr verabschieden, wird mir wieder bewusst wie froh Tobi und ich uns doch schätzen können die Wahl getroffen zu haben sich alle Zeit der Welt zu nehmen und querbeet durch Italien zu reisen.
Macht man in unserer Leistungsgesellschaft schließlich nicht jeden Tag…

Während auf Tobi und mich also weiterhin die Freiheit wartet, gibt es noch eine letzte dicke Umarmung und einige aufmunternde Worte für Mäggie, die wir dann endlich in den Bus steigen lassen.

Andernfalls würde sich der Busfahrer mit seinem wildem Gefuchtle -das eindeutig uns gilt und wohl zeigen soll, dass er es eilig hat- noch seine Arme ausreißen und Mäggie hier auf der Haltestelle hinten lassen.
Szenarien, die wir nicht zur Realität werden lassen wollen…

Next stop: Nationalpark Cavagrande?

Nachdem der Bus schließlich abgefahren ist, geht es für Tobi und mich in eine andere Richtung. Bereits die letzten Tage haben wir uns online nach einem Nationalpark in der Nähe umgesehen. Und sind fündig geworden: Der Parco Nationale Cavagrande (eigentlich Riserva Naturale Cavagrande) soll unser nächstes Ziel sein.

Die Bilder davon sehen vielversprechend aus und auch wenn wir etwas von einem „gesperrten Eingang“ lesen, lassen wir uns nicht davon abbringen. Schließlich befinden wir uns in Italien, wo es unserer Erfahrung nach nicht als oberste Priorität gilt, entsprechende Websites auf den neuesten Stand zu bringen 😉

Nur mehr zu zweit am Straßenrand stehend, hoffen Tobi und ich also auf eine Mitfahrgelegenheit Richtung Süden. Für mich ist es immer noch ziemlich ungewohnt nicht mehr Mäggie dabeizuhaben; es fühlt sich fast so an als wäre sie nur kurz hinter den Büschen verschwunden, um ihr Geschäft zu erledigen xD

Meine Gedanken an sie werden aber abrupt von einem lauten Quietschen unterbrochen: Neben uns kommt ein Auto zum Stehen, dessen Autofahrer sich wohl erst in letzter Sekunde dazu entschieden hat uns mitzunehmen.

Glücklicherweise führt sein Weg in die gewünschte Richtung; genauer gesagt kutschiert er uns sogar direkt bis zum Strand Fontane Bianche.

Spiaggia Fontane Bianche: am Strand zelten

„Also ich weiß nicht wie es bei dir aussieht, aber ich hätte nichts dagegen einzuwenden hier über Nacht zu bleiben“, sage ich zu Tobi. Auch er muss gestehen: „Ehrlich gesagt habe ich ebenfalls genug für heute und kein Bock mehr noch die ganze Strecke bis zum Nationalpark zu laufen. Ich hoffe bloß, dass wir hier später etwas zum Essen finden.“

Erstmal breiten wir aber unsere Matratzen auf den Strand aus und machen es uns darauf gemütlich. Genüsslich lasse ich meinen Rücken von der Sonne kitzeln; diesen Luxus noch Ende Oktober haben zu können, weiß ich zu schätzen (sorry falls ich dich neidisch mache).

„Das reicht definitiv für die nächsten drei Tage.“

Noch bevor die Sonne den Horizont küsst, stehen Tobi und ich bereits am Tresen von der Strandbar „’Tschuldigung, haben Sie vielleicht etwas zum Essen, was Sie sonst nur wegschmeißen würden oder nicht mehr verkaufen können?“, fragen wir den Angestellten höflich.

Seine leuchtenden Augen verkünden bereits Gutes: „Wartet einen Moment, ok?“
Geduldig aber gleichzeitig auch gespannt, was jetzt wohl kommt, bleiben Tobi und ich brav an Ort und Stelle stehen. Als der Kellner wiederkommt, können wir es kaum fassen: Er hält sage uns schreibe 3 Tüten voll kleinen Brötchen in der Hand!

„Ich hoffe das reicht euch“, meint er augenzwinkernd.
Tobi und ich müssen lachen: „Ich glaube das reicht für die nächsten drei Tage.“

Fröhlich marschieren wir zurück zum Platz, wo wir den ganzen Nachmittag gebracht haben. Ganz nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, stellen wir zuerst das Zelt auf und breiten unser Zeug darin aus. Erst dann geht’s ans Futtern (dem wir uns mit großer Freude widmen).

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