Das Positive sehen: Sonnenuntergang in Santa Domenica
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24. September: Man muss nur das Positive sehen

Zur├╝ck zu dem Hundepark: Wie bereits erw├Ąhnt, war gestern Priorit├Ąt N.1 irgendwo die Plane aufzuspannen, um nicht auch noch nachts vom Regen ├╝berrascht zu werden. Doch erst heute morgen merken Tobi und ich, dass wir in einem Hundepark gelandet sind…

Wie wir das festgestellt haben? Nein, nicht dadurch, dass uns fr├╝hmorgens einer der knuddeligen Vierbeiner ├╝ber den Weg gelaufen ist. Die Realit├Ąt sieht leider etwas anders aus. Und so unsch├Ân es sich anh├Ârt, so unsch├Ân ist es auch: ├ťberall an unserer Plane und den Schuhen klebt Kacke…

Das Meer zeigt sich von einer anderen Seite

Nachdem Tobi und ich also unsere Sachen einigerma├čen von dem Dreck befreit haben, gehen wir voller Hoffnung zum selben Strand wie gestern. Dort angekommen, sind wir aber mehr als ├╝berrascht, denn uns zeigt sich ein komplett anderes Bild…

Dort wo wir uns gestern noch gem├╝tlich in der Sonne ger├Ąkelt haben, knallt tosend das Wasser der sich brechenden Wellen nieder. Als w├╝rde das Meer die ganzen angestauten Aggressionen rauslassen wollen, anstatt sich von seiner ruhigen, sanften, Art zu zeigen. Vom t├╝rkisen, kristallklaren Wasser kann man jedenfalls nichts mehr erkennen.

Tosendes Meer Tropea
Na was hat das Meer heute f├╝r welche Launen?

Plan B

Tobi und ich halten es deshalb f├╝r eine sinnvolle Idee erst mal den Strandbesuch auf sp├Ąter zu verschieben und die Ebbe abzuwarten. W├Ąhrenddessen starten wir die Erkundung des wohl pr├Ągnantesten Bauwerks Tropeas: Die Wallfahrtskirche Santa Maria dell’Isola.

Da die dazugeh├Ârigen G├Ąrten aber nicht kostenfrei sind, beschlie├čen Tobi und ich es bei der grandiosen Aussicht zu belassen. Tropea, den Strand und die ganze Umgebung von hier oben zu sehen ist eh schon ein Erlebnis; ich glaube nicht, dass der Garten mich noch mehr vom Hocker hauen k├Ânnte.

Oder ich rede es mir zumindest so ein xD

Tropea Aussicht
Die Aussicht von der Santa Maria dell’Isola

Was sich wohl hinter dem Durchgang befindet?

Schon beim Abstieg f├Ąllt uns eine Art Tunnel auf. Sobald Tobi und ich wieder festen Boden unter den F├╝├čen haben und nicht mehr in schwindelnder H├Âhe unterwegs sind, wollen wir wissen was es mit dem Durchgang auf sich hat.

Erst jetzt k├Ânnen wir erkennen, dass sich dahinter das Meer befindet. Den Felsformationen der W├Ąnde nach zu urteilen, war wohl die Kraft des Wassers Grund f├╝r die Entstehung dieser Grotte. F├╝r mich deutet jedenfalls alles auf einen nat├╝rlichen Entstehungsprozess hin.

Grotte in Tropea

Als Tobi und ich schlie├člich hindurchgehen, offenbart sich tats├Ąchlich an dessen Ende ein kleiner Ministrand. Ich bin ja nicht so ein Fotofreak, aber das hier muss festgehalten werden: ÔÇ×Lass uns die Backpacks auf diesem Stein da ablegen und schnell ein paar Fotos machen! Hier sieht’s so sch├Ân aus.ÔÇť

Noch ahne ich nicht, dass das Foto sp├Ąter meine ├ťber mich Seite zieren wird. Vielleicht ist das auch besser, sonst h├Ątten wir noch l├Ąnger gebraucht und die Rucks├Ącke nicht vor den anbrausenden Wellen retten k├Ânnen.

Rote Flagge am Meer-Und nun?

Doch auch auf dem Hauptstrand sieht es nicht besser aus. Obwohl die rote Fahne* gehisst ist, lassen Tobi und ich (und ein paar andere Badeg├Ąste) es uns nicht nehmen, schwimmen zu gehen.

*Das bedeutet, dass schwimmen gehen dringend unterlassen werden sollte wegen Str├Âmungen, starkem Wind oder anderen widrigen Umst├Ąnden. Du solltest es uns also nicht gleichtun…

Es ist schon krass, wenn man sich vor Augen h├Ąlt, dass wir gestern im selben Meer noch Fische am Untergrund beobachtet haben und es jetzt, einen Tag sp├Ąter, pl├Âtzlich mit mannshohen Wellen zu tun haben.

Nach einigen unfreiwilligen R├╝ckwartsrollen haben Tobi und ich aber den Dreh heraus, um nicht weiterhin an den Strand zur├╝ckgeschleudert zu werden: Sobald eine Welle kommt, stark genug dagegen anschwimmen oder fr├╝h genug untertauchen.

Trotzdem empfehle ich dir nicht bei roter Flagge ins Meer zu gehen. Warum wir es gemacht haben? Nun: Ich habe -bevor ich es im Internet gelesen habe- geglaubt, die rote Fahne w├╝rde nur anzeigen, dass das Schwimmen nicht OPTIMAL ist…

Das Positive sehen

Naja, irgendwann haben Tobi und auch genug und wollen weiter. Da wir nicht nochmals mit stinkender Hundekacke konfrontiert werden m├Âchten, beschlie├čen wir mit dem Zug ein wenig au├čerhalb von Tropea zu fahren.

Dem Kontrolleur verdanken wir, dass unsere Reise schon bei Santa Domenica, einem kleinen Dorf, endet. Seine blo├če Anwesenheit macht uns n├Ąmlich so Angst, dass wir fr├╝her aussteigen. Was sich dann aber als Gl├╝ckstreffer rausstellt.

Zum einen treffen wir bei einer Pizzeria auf eine mega liebe Inhaberin, die uns sogar so viel gibt, dass wir einen Teil des Essens mitnehmen m├╝ssen. Zum anderen kommen wir zu einer Plattform, von der aus wir den Abend bei einem beindruckenden Sonnenuntergang ausklingen lassen.

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