Siracusa
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25./26. Oktober: Unter extrem widrigen VerhÀltnissen nach Siracusa

Mit den Kapuzen ins Gesicht gezogen, starten MĂ€ggie, Tobi und ich los Richtung Linguaglossa. Was fĂŒr ein Scheiß Wetter! Durch den dichten Nebel mĂŒssen wir uns durch den Wald kĂ€mpfen; den Weg können wir nur erahnen.

Hoffentlich verlaufen wir uns nicht!

Nur schrittweise schaffen wir es den steilen Hang hinauf, als wir aber oben aus dem Wald herauskommen, staunen wir nicht schlecht: In allen erdenklichen Herbstfarben leuchten uns die BlÀtter der LaubbÀume entgegen. Durch den Nebel im Hintergrund und der schwarzen Lava kommt das Gelb, Orange und Rot so richtig zur Geltung.

MĂ€ggie schießt ein Foto nach dem anderen. Auch wenn Tobi und ich drĂ€ngen weiterzugehen, knipst sie fröhlich in allen Richtungen weiter. TatsĂ€chlich mag die Landschaft mit dem knorpeligen Lavagestein viel zu bieten haben, doch Tobi und ich möchten so schnell wie möglich nach Linguaglossa kommen bevor der Regen noch stĂ€rker wird.

So kommt es, dass wir genervt vorausgehen; als wir auf einer Kreuzung warten und sie angepisst nachkommt, ist die Stimmung merklich nicht die beste…
Mittlerweile gießt es in Strömen; wahrscheinlich trĂ€gt auch das seinen Teil dazu bei.

Rettung in Sicht!

Bis auf die UnterwĂ€sche durchnĂ€sst (ist wirklich keine Übertreibung…) kommen wir schließlich bei der Talstation vom Ätna an. Es braucht nicht viel Beobachtungsgabe, um zu erkennen: Kein Mensch fĂ€hrt bei diesem Wetter bis hier hoch, um einen Ausflug zu machen.

Dementsprechend schlecht sieht es bezĂŒglich Mitfahrgelegenheit aus: Die Straßen sind menschenleer; hoffentlich mĂŒssen wir nicht zu Fuß bis zum Zentrum von Linguaglossa hinunter latschen…

menschenleere Straße Aetna

Erst als wir ein zweites Mal den Blick umher schweifen lassen, sehen wir wortwörtlich Licht im Dunkeln: Eine Bar hat ja geöffnet!

Voller Hoffnung waten MĂ€ggie, Tobi und ich dem Lokal entgegen; noch fĂŒhlt es sich ein wenig an als wĂ€re das Ganze bloß eine Fata Morgana. Sobald wir dann aber Stimmen vom Inneren der Bar vernehmen können, ist klar: Hier könnte eine potenzielle Mitfahrgelegenheiten auf uns warten!

26. Oktober: Stromausfall: Blitz eingeschlagen?

TatsĂ€chlich haben wir es gestern noch geschafft einen Typen von uns zu ĂŒberzeugen (wie das klingt xD), der uns schließlich nach Linguaglossa mitgenommen hat. So ist unser Ausgangspunkt heute die kleine Ortschaft, die wir als verregnetes StĂ€dtchen in Erinnerung behalten werden.

Doch auch als wir uns auf den Weg Richtung Siracusa befinden, sieht es bezĂŒglich Wetter nicht besser aus: Es pisst, wie aus KĂŒbeln, sodass MĂ€ggie, Tobi und ich uns gezwungen sehen in ein Einkaufszentrum zu flĂŒchten…

In Sicherheit brauchen wir uns aber nicht zu wÀhnen: Keine 10 Minuten spÀter und das rege Treiben im Kaufhaus wird schlagartig unterbrochen.
Zuerst ist nur das drohende Grollen wahrnehmbar, doch unmittelbar darauf durchschneidet ein gewaltiges „Kawumm!“ die AtmosphĂ€re. Es dauert keine Sekunde, da sitzen wir auch schon im Dunkeln: Stromausfall.

„Na Prost, Mahlzeit! Wenn das heute so weitergeht, können wir hier gleich unser Lager aufstellen“, sage ich missmutig zu den beiden anderen.
„Ach, das wird schon wieder werden. Jetzt sieht es so aus als wĂŒrde es kein Morgen geben, aber ich bin mir sicher in einer Stunde bricht wieder alles auf und die Sonne strahlt als wĂ€re nichts gewesen“, meint Tobi aufmunternd.

Was soll ich sagen…

Moderne katholische Kirche in Siracusa

…TatsĂ€chlich hat Tobi Recht behalten und den Nachmittag verbringen er, MĂ€ggie und ich SehenswĂŒrdigkeiten besichtigend in Siracusa.

Ober uns der Himmel natĂŒrlich strahlend blau…
„Soll mir das mal einer erklĂ€ren“ denke ich mir.

PS.: Leider habe ich wohl bei den ganzen schönen architektonischen GebĂ€uden vergessen Fotos zu machen…

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